Beim Rüsten von Karotten, Kohlrabi oder Broccoli wird oft grosszügig geschält oder ein grosser Teil des Strunks entfernt, obwohl vieles davon noch gut verwendbar wäre. Eine dünne Schale enthält häufig ebenso viel Geschmack wie das Innere, und auch Stiele, die sonst im Abfall landen, lassen sich in vielen Gerichten problemlos mitverarbeiten.
Eine dünnere Schälung mit einem scharfen Sparschäler reicht meist aus, um nur die äusserste Schicht zu entfernen, anstatt einen grossen Teil des Gemüses mit wegzunehmen. So bleibt deutlich mehr von der ursprünglichen Menge übrig, ohne dass sich am Geschmack des fertigen Gerichts etwas Wesentliches ändert.
Mehr Gemüse auf dem Teller
Stiele von Broccoli oder Krautstiel lassen sich klein geschnitten in eine Pfanne geben und kurz mitbraten, während die zarteren Teile des Gemüses bereits fertig sind. So wird aus dem, was sonst im Kompost gelandet wäre, ein zusätzlicher Teil der Mahlzeit, der kaum vom restlichen Gemüse zu unterscheiden ist.
Auch beim Rüsten für eine Suppe lohnt es sich, Schalen und Stiele beiseitezulegen, anstatt sie direkt zu entsorgen. Zusammen mit anderen Gemüseresten lassen sie sich später zu einem Sud auskochen, der der Suppe zusätzlichen Geschmack verleiht, ohne dass dafür neues Gemüse gekauft werden muss.
Wer sich angewöhnt, beim Rüsten bewusster mit Schalen und Stielen umzugehen, verwendet mit der Zeit einen grösseren Teil des gekauften Gemüses tatsächlich. Diese kleine Umstellung braucht kaum mehr Zeit als das übliche Rüsten, sorgt aber dafür, dass insgesamt weniger im Abfall landet.